Archive for Juli, 2015

Jedes Rätsel ist anders.

Ein paar Grundmuster gibt es dennoch.

Schatzsuchen: Kinderträume für Erwachsene
Sporträtsel: Der Statistik ein Bein stellen
Schnitzeljagden: Hundertmal gesehen und nie hingeschaut

 

Pures Gold: Kinderträume für Erwachsene
Schatzsuchen

Schatzsuchen sind die Königsform des Rätsels – sie sind gnadenlos gerecht. Hier wird nicht gelost, hier kann nur einer gewinnen: der schnellste.

Schatzsuchen erfüllen Kinderträume – jeder von uns hat schon Schätze vergraben und aufgespürt. Man kennt das aus Südseeromanen und Piratenfilmen. Doch hier liegt nun ein ganz realer Schatz aus purem Gold – mitten in Deutschland. Du musst ihn nur heben.

Schatzsuchen erfüllen Kinderträume – jeder von uns hat schon Schätze vergraben und aufgespürt.

Herausforderung für den Rätselmacher:
Den schmalen Grat zu finden zwischen zu leicht und zu schwer. Zu leicht heißt, der Schatz wird viel zu schnell gehoben. Und zu schwer? Dann findet ihn keiner. Die richtige Schwierigkeit und den richtigen Zeitrahmen zu treffen, das ist die Kunst.

Herausforderung für die Schatzsucher:
Es kommt nicht darauf an, wer als erster losrennt, sondern wer als erster ankommt. Teile dein Wissen, weil du es nicht alleine schaffen wirst. Sei schnell, klug und umsichtig. Du musst spüren, wann der letzte Schritt gekommen ist. Diesen letzten Schritt musst du alleine gehen, sonst kommt dir ein anderer zuvor. Und mach bloß keinen Fehler: Am Ziel musst du den Spaten exakt an der richtigen Stelle in die Erde rammen um den Schatz zu heben.

Fünf große Schatzsuchen:
Langenscheidt Goldwörterbuch
GEO Millenniumsrätsel
Schatzmarathon (Buena-Vista Film / Walt Disney)
NZZ Folio Tour de Suisse (Furkapass)
Deutsche Bahn Nordrhein-Westfalen

 

Der Statistik ein Bein stellen
Sporträtsel

Vergesst Zahlen, Daten, überhaupt Statistiken: Der Sport ist das Reich der Statistiker, die Welt der öden Wissensfragen Marke: „Wer schoss den schnellsten Hattrick in der Geschichte der Bundesliga?“. Experten wissen es, alle anderen wissen es nicht. Durch Überlegen draufkommen? Unmöglich. Also Suchmaschine anwerfen, die Frage per Knopfdruck lösen. Hallo, interessiert das irgendjemand da draußen?

Man findet im Netz das, was man sucht. Und nicht das, was man nicht sucht.

Anderer Ansatz: Wie kann man die vielen Fans abholen und die faktenfetten Experten aufs Kreuz legen? Man stellt Fragen, die nicht googlebar sind, die in keiner Statistik stehen. Beispiel Formel 1: Welche Saison erstreckte sich über zwei Jahre? Das weiß keine Statistik. Wer war der erste deutsche Formel-1-Weltmeister? Auch diese so simpel scheinende Antwort kennen die üblichen Listen nicht.

Beispiel Fußball: Welche beiden Clubs gewannen die UEFA Champions League an einem Donnerstag? Na, das ist doch im Handumdrehen gelöst, alle Endspiele stehen mit Datum im Netz. Ja schon, doch die Antwort weiß das ganze weite Internet nicht. Dabei ist es erst wenige Jahre her. Kurz das Hirn eingeschaltet und ein Lösungsweg wird erkennbar …

Oder: Wie viele Tore schoss Holland bei der Fußball-WM 2002? Da rasseln selbst die hartgesottensten Experten rein, garantiert. Hier würde die Suchmaschinen durchaus helfen – tun sie aber trotzdem nicht, wenn man nach dem Offensichtlichen googelt. Die rasch herbeigegoogelte Antwort „null Tore“ stimmt jedenfalls nicht. Man findet halt immer nur das, wonach man sucht. Und nicht das, wonach man nicht sucht. Auftritt Matt Holland: Er schoss bei der WM 2002 den Ausgleich im Spiel Irland – Kamerun. Danke. Wie man solche Fragen findet? Mit Google jedenfalls nicht.

Fünf große Sporträtsel:
FIFA WM-Rätsel 2014
Red Bull Formel 1
Champions League Finale 2012
Champions League Finale 2013
Red Bull Kitzbühel/Hahnenkamm

 

Hundertmal gesehen und nie hingeschaut
Schnitzeljagden

Mit der Süddeutschen Zeitung durch Münchens Stadtviertel
Mit dem SZ-Magazin durch die Münchner Innenstadt
Mit dem Bayerischen Fernsehen durchs Deutsche Museum
Rund um Kloster Andechs
Mit dem NZZ Folio durchs Bergwerk